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Gast-Rezensionen

Mary Shelley: Frankenstein – oder „der moderne Prometheus

von Mary-Ann

Wenige Bücher sind in der Popkultur so oft rezipiert worden wie Mary Wollstonecraft Shelleys Schauerroman Frankenstein. Wenigen Büchern ist in der Popkultur hingegen auch so viel Unrecht angetan worden wie diesem Werk. Immer wieder stehen das Schaffen eines wahnsinnigen Wissenschaftlers mit seinem buckligen Gehilfen oder das von ihm erschaffene riesige grüne Monster und unerklärlicher Angst vor Feuer im Fokus der Geschichte.

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Rezension

Anna Quindlen: Ein Jahr auf dem Land

Ich hatte ganz bestimmte Erwartungen an Ein Jahr auf dem Land von Anna Quindlen: Ich wollte einen schönen leichten Schmöcker, der nach dem Schema jeder zweiten romantischen Komödie aufgebaut ist und mich gut unterhält. Das habe ich auch bekommen, aber zusätzlich noch ein bisschen mehr. Ein Jahr auf dem Land hat das gewisse Etwas, auch wenn die Idee nicht neu ist und der Ausgang vorhersehbar.

20170615_071208-1 Weiterlesen „Anna Quindlen: Ein Jahr auf dem Land“

Rezension

Jens Andersen: Astrid Lindgren. Ihr Leben

Die Bücher von Astrid Lindgren begleiten mich seit meiner Kindheit. Ich war Lotta aus der Krachmacherstraße, nicht nur dem Namen nach. Mio, mein Mio und Brüder Löwenherz gehören zu den schönsten Büchern der europäischen Literatur, denen eine ganz eigene Magie inne wohnt. Und natürlich wünsche ich mir, dass die Tochter, die ich vielleicht einmal haben werde, wird wie Ronja Räubertochter. Die Bücher von Astrid Lindgren handeln von starken und unabhängigen Kindern, ein Großteil der Helden lebt in schwierigen Verhältnissen. Oft sind die Eltern ein Problem. Jedes der Bücher, seien es die melancholischen oder die glücklichen handelt vom Kind sein und den damit verbundenen Wundern.

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Rezension

Anna Brashares: Eine für Vier

Eine für Vier ist eine wirklich gelungenes amerikanisches Jugendbuch aus dem Jahr 2001, in dem es um Freundschaften, Verliebt sein und sehr viel tiefer gehende Probleme geht. Mit 14, 15 Jahren habe ich dieses Buch sehr gerne gelesen, gestern erschien es mir als perfekte Sünde, um gegen meinen Lese-Zölibat zu verstoßen.

Das Buch von Anna Brashares über die vier 15-jährigen Freundinnen Carmen, Tibby, Bridget und Lena richtet sich an Mädchen in etwa demselben Alter. Die Teenager sind seit frühster Kindheit Freundinnen und verbringen dieses Jahr zum ersten Mal getrennt den Sommer. Neben ständigem Briefkontakt (hier sieht man dass das Buch schon etwas älter ist) sorgt auch eine magische Jeans für Nähe zwischen durch tausende Kilometer voneinander getrennt Freundinnen. Die JEANS, die jedem der Mädchen wie durch ein Wunder passt und gut steht, wird im Rhythmus einer Woche von Griechenland, in die USA, nach Mexiko und wieder zurück geschickt.

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Gast-Rezensionen

Der harte und der weiche Hemingway

von Mary-Ann

Wer an Ernest Hemingway denkt, hat meistens das Bild eines wettergegerbten und irgendwie kernigen Mannes im Kopf. Großwildjäger, Angler, Trinker und Frauenschwarm Hemingway wird in den modernen Medien meist auf diese stereotype Sicht reduziert und kommt selbst in guten Filmen (wie Midnight in Paris von Woody Allen) nicht darüber hinaus. Doch beschäftigt man sich mit den posthum erschienen Werken oder einigen aus der späten Schaffensphase Hemingways, fällt es einem durchaus leicht eine zartere Seite am „Vorzeigemacho“ der Literatur zu finden.

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